Chronik der Marktstraße

von Wilhelmine Steinberg

aus: Nettetaler Spätlese. Zeitung für ältere Menschen 5/ 2001

Von alters her bildete der Marktplatz Mittelpunkt und Zentrum einer jeden dörflichen und kleinstädtischen Gemeinde. So auch bei uns in Lobberich.

In Lobberichs Mitte, gegenüber der damaligen Bongartzstiftung, dem heutigen Standesamt, beginnt die Marktstrasse, erweitert sich zum Platz und endet in östlicher Richtung an der Kempener- und Süchtelner Straße.

Im Gegensatz zu heute bot der Marktplatz um die Jahrhundertwende bis nach dem zweiten Weltkrieg einen romantischen, nostalgischen Anblick und erfreute Auge und Gemüt. Viele schöne im Jugendstil erbaute Häuser umsäumten den Platz. Prächtige rosa-weiss blühende Kastanien boten einen wundervollen Anblick, in deren Schutz nicht nur die Kinder ihre Kölschenwettbewerbe austrugen, sondern auch der weit über Lobberichs Grenzen hinaus bekannte Schweine- oder Ferkesmarkt abgehalten wurde. Ebenso boten die Bauern und Gemüsehändler am Markttagen ihre frische Ware in Körben an. In den 70iger Jahren mussten die Bäume leider dem immer mehr aufkommenden Verkehr weichen.

Der Markt liegt im Schatten der aus dem 15. Jahrhundert stammenden schönen. Gotischen "Alten Kirche", die ihren schlanken Turm stolz gen Himmel reckt. Sie ist ein bemerkenswertes, wertvolles Ganzstück des Marktes. Alle umliegenden Bewohner haben sich in tatkräftiger und liebevoller Weise um sie gekümmert. Die Damen Hennen und Tophoven sorgten stets für Blumenschmuck. Das war zur Zeit der Rektoratsschule auf der naheliegenden Schulstrasse. Ein Geistlicher, früher Rektor Hölker, später zu meiner Jugendzeit war es Hüging, leiteten Schule und Kirche, wo auch zweimal wöchentlich Schulmessen abgehalten wurden. Die Kinder brauchten von der Schule aus nur das kleine Treppchen herunter, das Kirchgässchen überqueren und waren - schwupps - in ihrer Schule.

Als die Kirche im Krieg stark beschädigt wurde, halfen die Bürger des Marktes mit vereinten Kräften und mit besonders tatkräftiger Hilfe des Professors Haas (im Volksmund auch Aluminiumpapst genannt) zunächst nur das Dach der Kirche wasserdicht zu machen. Professor Haas mit seinen guten Beziehungen zur Firma Rokal tauschte Aluminium gegen Dachziegel ein und war dem Kirchenbauverein so eine wertvolle Hilfe und Stütze.

Früher umgab stets der Friedhof eine Kirche. Im Schutz der Mauer, die den Ingenhovenpark vom Kirchplatz trennt, legen noch mehrere alte Kreuze Zeugnis davon ab. Abgesehen von der schönen Kirche war das imposanteste Gebäude und zugleich Mittelpunkt des Marktes, doch das Rathaus. Unter seinem Dach vereinigte es alle Ämter, die zur Verwaltung nötig waren: wie Polizei, Einwohnermeldeamt, Passamt, Steuer- und Standesamt usw. Ein hübscher geräumiger Saal, wo der Gemeinderat tagte, vervollständigte das Ganze. In der rechten, kleineren Hälfte des Rathauses, hatte die Sparkasse ihre Zelte aufgeschlagen. Damals bescheiden und klein, erfüllte doch alles seinen Zweck, und die Geschicke der Gemeinde wurden umsichtig und ordnungsgemäß geführt.

Auf der Rückseite des Rathauses mit dem Blick zur Kirche befand sich eine Gefängniszelle. Bevor kleine Ganoven in eine größere Anstalt überwiesen wurden, mussten sie hier schon mal eine kleine Zwischenpause einlegen. Für die sich auf dem Kirchplatz tummelnden Kinder war es ein diebisches Vergnügen durch das vergitterte Fenster die Einsitzenden zu beobachten.

Links vom Rathaus schloss sich eine Häuserzeile an, die auch die Ecke umrundete. Jansen Richard, einer der begütertsten Bürger Lobberichs wie man munkelte, war nicht nur Eigentümer dieser Häuser, er gründete auch das erste Kino. Neben Jansen praktizierte der allgemein beliebte Dr. Doeckel bis ins hohe Alter. Anschließend befand sich die gut florierende Gastwirtschaft Wedershoven. Das Nachbareckhaus hat eine lange Tradition aufzuweisen. Anfangs wohl ein Bauernhof, wurde es dann geschichtlich bekannt als Ebberts-Haus. Später bewohnte es Familie Schmitz, die hier die Spar- und Darlehenskasse betrieb. Die Kinder Eduard, der Postbeamter war, Julchen und Maria sind allen Lobberichern noch gut bekannt.

Nach Abbruch der uralten Gebäudlichkeiten hat der Kaufmann und spätere Bürgermeister Hein Nicus an dieser Stelle ein respektables Haushaltswaren- und Geschenkartikelgeschäft gebaut. Gleich um die Ecke, Richtung Süchtelner Strasse, wurde das Muschelhaus Berten von den Bürgern oft und gerne, besonders wegen der leckeren Muscheln, aufgesucht. Biegt man um die Ecke, betritt man das alte Kirchengässchen oder auch Kerkströttche. Trotz Modernisierung und Verschönerung hat es seinen romantischen Charakter nicht verloren. Es ist der älteste, ursprünglichste Teil Lobberichs. Bis zur Süchtelner Strasse auf der rechten Seite muss man unbedingt das umfangreiche Fachgeschäft von Elektro-Kother erwähnen, ebenso die Familie Wolfers und Stappen Lebensmittel. Auf der anderen Seite der Marktstrasse, die an die Kempener Strasse grenzt, führten die Damen Grünewald ein vornehmes Wäsche- und Handarbeitsgeschäft. Sattler und Polsterer Schreven schloss sich mit einer Werkstatt daran an.

Die Bauern Hennen, Tophoven und Windbergs hatten als gute Nachbarn ihre Höfe alle nebeneinander. Um ihre Felder zu bestellen, mussten sie mit ihrem Gerät und ihren Tieren weit außerhalb des Ortskerns wandern. Tophoven Trina verkaufte nur zum Wochenende allerlei Kleines vom Schwein, doch als Spezialität ihre köstlichen Blut- und Leberwürste.

Dachdeckermeister Schiffer, bekannt als erstklassiger Fachmann, bewohnte ein ähnliches Haus mit Nebengebäuden wie seine bäuerlichen Nachbarn. Seine Enkel sind heute noch Lobberichs bekannteste Dachdecker.

Das frühere Schlichers Haus übernahm Heinrich Kath und eröffnete ein gutgehendes Obst-. Gemüse- und Delikatessengeschäft. Bis zu seinem Ruhestand hat er sich mit seiner freundlichen, witzigen Art einen treuen, zufriedenen Kundenstamm erobert. Heute ist es an die Provonzial-Versicherung vermietet.

Der Klempner und Installateur Mevißen genoss zu meiner Kindheit als Fachmann einen guten Ruf Seine Frau Zettchen, eine geborene Nicus und Tante des späteren Bürgermeisters, führte das kleine solide Haushaltswarengeschäft. Da das Ehepaar kinderlos blieb, vermachten sie ihr Anwesen dem Neffen Hein, der daraus später auf der anderen Seite eine großartige Sache entwickelte. Neben Mevißen lag das altbekannte Betten- und Weisswarenhaus Lücker. Die sogenannte Kringsgasse trennte das Lückerhaus von dem alten Hotel Heithausen. Es wurde von der Familie Küppers übernommen, aus deren Sippe wiederum Frau Brocher stammte. Durch Krieg und Inflation geriet das Anwesen an Familie Krings, daher auch der Name Kringsgasse. Aus dem Sälchen des alten Hotels entstand ein Kino, was sich lange dort hielt und oft und gern besucht wurde. Zwischendurch hat noch ein Wirt Sibichteroth das Haus geführt. Nach dem Krieg präsentierten sich als neue Besitzer Straetens aus Kempen. Die Chefin, allgemein als Straeten Billa bekannt und beliebt, hat nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Wirtschaft und Kino mit Hilfe des Sohnes bestens weitergeführt, bis sie ein neues Kino auf dem Brockerhof errichteten, wo der Junior noch heute als Chef tätig ist.

Sohn Willi aus der soliden Gastwirtschaft Dohmes hatte sich als Pater dem Kloster Maria Laach, einer Benediktinerabtei, verschrieben. Dort leitete und förderte er die gregorianischen Chöre und bildete auch den Nachwuchs aus.

Schreinerei Breidenbroich in dem Schuren Haus (Kox Gretchen, spätere Frau de Jong) schlossen sich an, ebenso das Tapeten-, Lacke- und Glasereigeschäft Heldhausen. Nachbarn waren Druckerei und Papierwaren der Gebrüder Peters. Unter ihren Händen entstand die weit über Lobberichs Grenzen hinaus bekannte Rhein- und Maas Zeitung, die wöchentlich erschien und die Bürger über alles informierte, was in der Region geschah. Der ältere der Brüder Victor war der technische Leiter der Druckerei, Paul arbeitete als Redakteur und Otto sorgte für Aufträge in puncto Annoncen usw. Kinder von Otto und Victor leben noch. Fast alle kennen Pater Ernst Peters, der oft während der Ferien die hiesige Geistlichkeit vertritt. Er wohnt dann bei seiner Schwester Gertrud. Beide sind Kinder von Victor.

Neben Rhein und Maas wirtschaftete der Bauer Thodam. In der großen gemütlichen Küche trafen sich abends viele Nachbarn, um frische Milch zu holen - dass dabei eine rege Klängerei im Gange war, ist wohl klar. Einer der Thodam Söhne, Hein genannt, gründete das erste Taxiunternehmen. Die ersten Taxis, ob es schon Mercedes waren, weiß ich nicht, boten im Innern sehr viel Platz. Außer der hinteren Sitzbank konnte man noch zwei kleine Klappsitze herausnehmen, Als Kind saß es sich sehr vergnüglich darauf. Schuhhaus Stuckenborg, damals fast außer Konkurrenz, führten früher schon Spezialschuhe (Dr. Diehl) für Problemfüße.

Nachbar Istas wurde durch Familie Voß abgelöst. Die verwitwete Mutter nebst Tochter Martha, spätere Frau Hollenbenders, fabrizierten und verkauften die schönsten Handarbeiten. Sämtliches Material zum Selbstarbeiten nebst Anleitung konnte man dort erstehen. Wiederum Textilien bot auch das nächste Haus der Emmi Nelissen an, Hauptsächlich Damen- und Herrenunterwäsche solidester Bauart kaufte man dort. Ihre langjährige und tüchtige Mitarbeiterin war Elisabeth Bollermann. Nach Tod von Emmi Nelissen und Auflösung des Geschäfts heiratete Elisabeth ihren Nachbarn, den liebenswerten Josef Kauertz, der den Tabakhandel nebst Laden von seinem Vorgänger Troikes übernommen hatte. Jetzt existiert das Geschäft nicht mehr, nachdem erst Josef und dann ganz plötzlich auch Elisabeth starb. Schuhaus van den Eynden schloss sich an Kauertz an. Nach mehreren Umbauten hat es sich zu einem großartigen Unternehmen entwickelt. Das letzte Haus und zugleich Eckhaus auf der linken Marktseite weist eine lange Geschichte auf. Im vorigen Jahrhundert war es das Haus "an de Sprönk", genannt nach dem Besitzer Sprünger und der kleinen Quelle "de Sprönk", die hier aus dem Boden drang. Hier stand auch eine Pumpe. Uni 1910 bewohnten Gebrüder Troikes dieses Haus, Bevor Antje Gartz sich ganz ihrer künstlerischen Tätigkeit widmete, betrieb sie dort eine sogenannte "Süße Ecke". Auch hat Theo Peters, Sohn von Otto der Rhein und Maas, hier zwischenzeitlich einen Buchhandel geführt. Dann ging es in die Hände von Hespers über, die besonders schöne Bettwäsche und Dekorationsgegenstände aller Art verkauften. Aus Altersgründen wurde es aufgegeben und jetzt präsentieren hier v.d. Eynden ihre Schuhe.

Das Eckhaus auf der gegenüberliegenden Seite der Marktstrasse ist in zahlreichen Urkunden als "Gut zum blauen Stein" erwähnt. Der blaue Stein war der Blutstein. Hier wurden in längst vergangenen Zeiten die Verbrecher verurteilt. Wenn auch das Gut längst modernen Häusern weichen musste, so ist der blaue Stein, stolzer Zeuge Lobbericher Vergangenheit, erst um 1960 herum endgültig vom Erdboden verschwunden.

Ramachers Kathrinchen mit ihrer süßen Ecke löste Schops Pfeifen und Tabake ab. Korb- und Spielwaren führte Agnes Radmachers gleich nebenan. Friseur Michels schwang lustig seine Seifenpinsel und scharfen Rasiermesser. Er soll auch, wie es früher bei Barbieren üblich war, Zähne gezogen haben.

Viele Generationen Peschkes wohnten nebenan. Die Männer waren alle hervorragende Klempner. Die Frauen führten Textilien und als Spezialität "Bleyle Kleidung". Buntenbroich, Sattler- und Geschirrmacher und ein kleines Lederwarengeschäft, schloss sich daran an. Bekannt war auch die Familie Paßmann mit ihrem Weinhandel und einer gemütlichen Weinstube, wo mancher Vater am Sonntagmorgen seinen Frühschoppen hielt. Später hat Jahrelang Kaiser's Kaffee darin existiert.

Nachbar Kreuels als Metzger konnte seine Gäste in seiner gemütlichen Gaststube zugleich auch bestens verpflegen. Textilhaus Winz, ehemals Kother, konnte sich im Laufe der Jahre immer besser und ausreichender den Wünschen seiner Kundschaft anpassen. Das Geschäft wird jetzt in der 3. Generation weitergeführt.

Der Vater des heutigen Optikers Andree besaß schon zur damaligen Zeit ein Uhren- Schmuck- und Optikgeschäft. Im Gegensatz zu heute war es bescheiden und klein. Doch als Fachgeschäft war es bekannt und beliebt.

Gemischtwarenhandlung und Drogerie Nonninger errichtete an der Straßenfront die erste Tankstelle, eine bescheidene Zapfsäule, die dort zur damaligen Zeit sehr willkommen war.

Bäckerei Abels bewirtschaftete ein wirklich kleines, fast könnte man sagen "Puppenhaus". Sie waren für ihr extra leckeres Rosinenbrot bekannt, was ich öfter als Kind dort holen musste. Besondere Spezialität waren die Nougat-Törtchen. Abels war zugleich "Hoflieferant" bei Niedieck. Im Reigen der Nachbarschaft, der den Markt umschließt, darf man auf keinen Fall die Apotheke Hoffmann vergessen. Wie gerne beobachtete man als Kind, wenn der alte Apo seine Salben, Pülverkes und Tröpkes mixte. Das letzte Haus, ehe man zur alten Kirche einbog, bewohnte damals eine Familie Höfer.

Die Nachbarschaft des Marktes pflegte und förderte die Nachbarschaft untereinander und halfen einander in Freud und Leid. Besonders in den armen Hungerjahren nach dem Krieg war man aufeinander angewiesen. Es wurde gekungelt, getauscht und schwarz geschlachtet, was das Zeug hielt. Niemand empfand etwas Ehrenrühriges oder Böses dabei. Im Gegenteil: man erhob sie zu Wohltätern der Menschheit. Mehrere Nachbarn konnten in den Hof eines Metzgers schauen und beim Anblick eines Tieres, was demnächst den "Heldentod" erleiden musste, lief ihnen schon das Wasser im Munde zusammen. In Windeseile sprach sich rund, dass sie in Kürze ihre Kochtöpfe füllen konnten. Doch der Verräter schlief nicht. Der Schlachter wurde angezeigt und landete, wenn auch nur für kurze Zeit, "in den Back" wie man hier so schön sagt. Doch die Nachbarn trauten ihren Augen nicht, als sie kaum einen Tag nach seiner Entlassung wieder in seinem Höfchen ein Tier grunzen, muhen oder meckern hörten. Als sie ängstlich fragten ob er, gerade wieder frei, sofort seine schwierigen Geschäfte wieder aufnehmen würde, meinte er lakonisch "Niemes glöwt, dat ich, kaum in Freiheit, schon wer mit der alten Zauber anfang!" ja, das waren noch Zeiten, die Menschen hilfsbereit und unerschrocken.

Zur Kirmes erlebte der Markt seine Blütezeit, dann war hier was los. jahrzehntelang hatte "Tusch-Autohaus" den Stand oben vor Wedershoven. Jungen, romantisch veranlagten Menschen, die gern auch etwas knutschten, bot so eine Fahrt die beste Gelegenheit. Die altmodischen Autos fuhren zum Teil im Dunkeln. Für Kinder war wohl mehr das vielseitige Pferdekarussell gedacht, auch eine Schiffsschaukel sorgte für Jauchzen und Lachen. Buden verschiedener Art boten ihre Waren an. Besonders Naschereien waren gern gefragt. Es war doch Ehrensache, den Daheimgebliebenen gebrannte Mandeln oder Moppen mitzubringen.

Die Marktschreier überboten sich förmlich, ihre Ware an den Mann zu bringen. Ein Vers aus meiner Jugendzeit geht mir nicht aus dem Sinn:

Hier sind Moppen zu verkloppen
die man in den Mund kann stoppen,
die schmelzen im Mund
und sind gesund,
20 Pfennig das halbe Pfund.

Ein Pfund für den Großpapa
ein Pfund für die Großmama,
ein Pfund für den Onkel Fritz,
der macht damit seinen Witz!

Der vielumschwärmte Stand mit dem türkischen Honig hatte immer seinen Platz zwischen Voss und Stuckenborg. Außer an den Kirmestagen erlebte der Markt auch zu St. Martin einen Höhepunkt. Hier wurde das Feuerwerk abgehalten. Natürlich war der Platz viel zu klein und die große Menschenmenge, die sich hier versammelte, stiftete zusammen mit der Knallerei unter den Kindern viel Verwirrung. Doch wenn auch klein und eng, entbehrte das Ganze doch nicht der Romantik, und die damalige Zeit war immer gut für eine Überraschung. Im Gegensatz zu früher präsentiert der Markt sich heute in strenger Sachlichkeit. Dem immer mehr wachsenden Verkehr musste die schöne, romantische Seite ihren Tribut zahlen.

Wer glaubt, mit der neuen Zeit sei der Zusammenhalt der Bürger nicht mehr so eng wie in den früheren Jahren, der irrt sich. Heute hat sich nach moderner Art eine Straßengemeinschaft gebildet, die ihre regelmäßigen vergnügten Zusammenkünfte abhält, Feste feiert und sogar im Karnevalszug eine originelle Gruppe bildete. Ein Glück, dass die hektische, hastige Gegenwart die alten Gepflogenheiten nicht vergessen und verkümmern lässt.


Anmerkungen:

Moppen gab es früher nur zur Kirmes. Es waren so eine Art Pfeffernüsse. Auf einem grossen Blech wurden sie gebracht und dann in kleine Stücke geschnitten - die Form so ähnlich wie früher die Nougat-Blocks.

Das Spiel Kölsche war so ähnlich wie Murmeln spielen. Es waren auf jedenfall Glaskugeln, die für die Kinder damals sehr wertvoll waren. Klickern nannte man es auch - oder auch Murmeln. Ich kann mich daran nicht mehr erinnern.


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