Wie Lobberich am
Freitag, 7. August 1964
zur "Stadt" wurde


Bereits im Sommer 1881 gab es erste Anstrengungen in Lobberich, Stadtrechte zu erhalten.  (Bürgermeister Stankeit) Zu Fall gebracht wurde der Antrag seinerzeit von den Bauern der Umgebung, die eine Bevorzugung der Städter fürchteten. Schließlich hatten sie über die Jahrhunderte in Lobberich den Ton angegeben.

20 Jahre später der zweite Anlauf. Aber auch Bürgermeister Marx scheiterte.

Bürgermeister Hein Nicus und Stadtdirektor Hans-Willi Güsgen (nach beiden wurden inzwischen Straßen benannt) ist es wohl zu verdanken, dass Innenminister Weyer von Nordrhein-Westfalen am Freitag dem 7. August  1964 die Urkunde mit den Stadtrechten überreichte. Die Botschaft war 14 Tage vorher im Lobbericher Rathaus angekommen, kurzfristig wurde ein Festakt im Astra-Theater (Kino) organisiert.

URKUNDE

DIE GEMEINDE

LOBBERICH

IM LANDKREIS KEMPERN-KREFELD,

eine der ältesten Siedlungen am Niederrhein, hat sich im Laufe der letzten 100 Jahre zu einem bedeutenden Industrieort entwickelt und durch die zum Wohle ihrer Bürger geschaffenen Einrichtungen städtisches Gepräge erlangt. Im Grenzland gelegen hat sie sich über das Gemeindegebiet hinaus als Mittelpunkt erwiesen. Die kulturellen und sozialen Leistungen der Gemeinde legen Zeugnis ab von dem Gemeinsinn und der Aufgeschlossenheit ihrer Bürger.

In Anerkennung dieser gesunden Entwicklung, in Würdigung des Strebens der Bürgerschaft und in der Erwartung, daß die Gemeinde auch ihren künftigen Aufgaben gerecht wird, hat die Landesregierung durch Beschluß vom 7. Juli 1964 der Gemeinde die Bezeichnung

"STADT"

verliehen.

Düsseldorf, den 7. Juli 1964

DIE LANDESREGIERUNG
DES LANDES NORDRHEIN-WESTFAHLEN
(Unterschrift Willy Weyer)

DER STELLVERTRETER DES MINISTERPRÄSIDENTN
ZUGLEICH INNENMINISTER


Rheinische Post vom 06. August 2014

Grenzland-Nachrichten vom 7. August 1964

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